Charakteristik: Farbe: Goldenes Sirup. Aroma: Zuerst sehr verschlossen, dann kommt der Amrut-typische Lakritzeschwall, gefolgt von einer Menge Fruchtigkeit. Äpfel, Birnendrops, Bananen und dann Schokolade, shortbread und Toffee. Geschmack: Riesig am Gaumen! Wieder Lakritze zuerst, dann Schokolade, Pfeffer, konzentrierter Apfel und Sahne - und etwas das wie Torf erscheint! Sehr würzig und fast wie ein Talisker.Wow , wow und dreimal wow! Im Nachklang lange, würzig, mit einem Touch gesüßter Früchte.
Ausbau: Bourbon Cask, Cask No. 2868s
Besonderheit: Einzelfaßabfüllung, Faßstärke, non chill-filtered, natural colour, limited edition 240 Flaschen. Es ist vielleicht dem Lokalpatriotismus zuzuschreiben, daß der Amrut Herald "Single Malt Helgoland Whisky" genannt wird und als erster Helgoländer whisky gefeiert wird. Ungewöhnlich ist die Geschichte allemal. Er begann sein Leben in der indischen whisky Destillerie Amrut in Bangalore, am Fuße des Himalaya, in mehr als 900 Meter über den Meeresspiegel. Dort lagerte er fünf Jahre in bourbon Fässern im sub-tropischen Klima, dann wurden vier Fässer per Schiff über 9000 Kilometer nach Helgoland verschifft und lagerten dort weitere anderthalb Jahre im Hochseeklima. Die Beteiligten sind sich dabei über das Klima selbst nicht einig, einmal wird der mildernde Golfstrom erwähnt, dann das Klima als raues Hochseeklima benannt. Nur der Helgoländer wird wissen, ober in einem milden, rauen Hochseeklima lebt. Von Hand straight from the cask abgefüllt. Es ist nicht nur der krasse Kontrast der Höhe über dem Meeresspiegel, der Luftfeuchtigkeit und der Temperaturen, die Einfluß auf den reifenden malt genommen haben dürften. Die Schiffsreise dürfte ihr Übriges getan haben, auch wenn heute nicht mehr mit Schiffen aus Holz gefahren wird. Es ist jedoch aus der Zeit, in denen whisky Fässer als Balast um die halbe Erde segelten bekannt, daß die Schaukelei den whisky ganz anders reifen läßt als das rumliegen in einem warehouse. Es gab sogar Experimente, diese Bewegungen an Land mechanisch nachzuahmen. Der erste abgefüllt cask ergab 222 Flaschen, die exclusiv bei Niels Pförtner auf der Insel verkauft wurden. Zwei weitere Fässer wurden mittlerweile abgefüllt und sind im Verkauf, das vierte reift noch versteckt auf der Insel weiter. Die Fässer sind durchaus unterschiedlich ausgefallen, eines war mindestens torfig, dann wird die Vanille der bourbon casks hervorgehoben. Das deutsche press release sagt dazu: "Amrut Distilleries sprengt erneut die Grenzen der Whisky-Welt. Denn für ihr jüngstes Angebot wählte die Destillerie eine wunderschöne wenn auch abgelegene Insel als den Ort, an dem vier Fässer des in Bangalore destillierten Whiskys reifen sollten. Für ein solches Projekt hätte man erwarten können, dass Amrut sich für eine Insel im Herzen des Whisky-Stammlandes entscheiden würde, doch hat die indische Destillerie einmal mehr einen unkonventionellen Weg beschritten und eine Insel 70 km vor der norddeutschen Küste gewählt. Helgoland ist ein einzigartiger, ursprünglicher Ort mit atemberaubenden roten Sandsteinklippen und sanft geschwungenen Sanddünen. Die Insel ist nicht nur frei von Autos und hat eine saubere Umwelt, sondern verdankt dem Golfstrom darüber hinaus ein mildes Klima, in dem trotz ihrer Lage relativ weit im Norden exotische Pflanzen und eine reiche Tierwelt gedeihen. Von Bangalore, der üppig-grünen „Gartenstadt“ Indiens, wurden die Malt-Whisky-Fässer nach Deutschland transportiert, um dort auf ein Schiff verladen zu werden und die zweieinhalbstündige Überfahrt von Cuxhaven in die Idylle der Nordseeinsel anzutreten. Dort hatte der deutsche Importeur von Amrut, Prineus, entsprechende Vorbereitungen getroffen, damit der Malt-Whisky in den Fässern seinen Reifeprozess durchlaufen konnte. Dabei steht nicht nur das Klima von Helgoland in starkem Gegensatz zum tropischen Indien, sondern die Lagerung der Fässer erfolgte darüber hinaus praktisch auf Meeresspiegelhöhel, während sich die Amrut-Destillerie in Bangalore auf einer Höhe von 920 m über dem Meer befindet. Das beeindruckende Ergebnis ist der einmalige neue Amrut Herald. Um der reinen, naturbelassenen Atmosphäre Helgolands Rechnung zu tragen, wurde der Whisky auf so simple Weise wie möglich abgefüllt. Er wurde weder gefiltert noch verdünnt, und in der Tat bemerkt man in den von Hand abgefüllten Flaschen Ablagerungen der Fässer." Zwar wird Amrut als Abfüller auf den Etiketten angegeben, doch dürfte Niels Pförtner in dem Fall richtiger sein.
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