Charakteristik: Farbe: Schnörkelloses Gold, aber viel heller als man erwarten würde. Aroma: Sehr ungewöhnlich, ohne daß man es festlegen könnte. Manchmal nach Kautschuk oder Gummi, dann wieder finden sich Citrus, Gras und Öl. Geschmack: Medium im Körper, wird sehr schnell würzig. Überraschenderweise kein sehr deutlicher sherry Einfluß. Trocken und mit Biß. Im Nachklang nicht sehr klar oder bestimmend, etwas Verbranntes und leicht süß.
Eine zweite Meinung: Farbe: Gold. Sieht nicht wie sherry casks aus. Aroma: Sherry und Toffee zuerst, wechselt dann zu einer fast bourbonartigen Getreidigkeit. Lakritze, Birnen, rote Äpfel, Zimt - doughnuts, Hefe, Streichholzköpfe. Trockener Zement mix. Geschmack: Beginnt mit einer gewissen leichtigkeit und explodiert dann mit pfeffriger Würze. Wieder nach Streichölzern, aber balanciert und nicht übermäßig schweflig. Im zweiten Schluck kommt der sherry durch mit Tonnen von Frische gemischter Zesten und Schalen. Im dritten Schluck einige zitrone und Minze, eine schöne Salzigkeit auf der Zungenspitze. Im Nachklang etwas trocken und ziemlich kurz, mit verbranntem Toffee, Streichhölzern, Minzschokolade, Zimt und Pfeifentabak. Mit der zeit eine nussige Cremigkeit die den Gaumen umgibt und das finish verlängert.
Ausbau: Sherry Casks, from 5 surviving casks
Besonderheit: vatting aus 5 casks, gemacht von Hombo in der Kagoshima Destillerie auf der südlichen Insel Kyushu, wo die whisky Produktion 1953 begann. Die neuere Shinshu Destillerie in der Präfektur Nagano, im Besitz der Hombo Brauerei und Spirituosen Gruppe, ist die Heimat der Marke "Mars Whisky", sie hat aber seit 1992 keinen whisky mehr destilliert. Bis vor kurzem sah es noch so aus, als würde die whisky Produktion hier in den Tiefen der Geschichte versinken. Nach mehr als 18 Jahren Produktionsstop war die ganze Anlage heruntergekommen, eine der zwei stills war zu sehr beschädigt, das Kupfer abgenutzt und zu dünn, um sicher betrieben werden zu können. In einer Höhe von 780m ü.M. ist sie die höchstgelegene Destillerie Japans, ihre Nachbarin Hakushu, immer noch höher als jede schottische Destillerie, liegt 120m tiefer. Shinshu liegt im Dorf Miyata am Fuß der Kiso Berge. Ihr Wasser kommt von unterirdischen Flußläufen, die durch das Granitgestein fließen. Granit ist insofern eine gute Basis für weiches Wasser, als es nicht viel Mineralien abgibt und die Regenfälle und das Schmelzwasser so ihre natürliche Weichheit behalten. Shinshu ist nicht nur eine whisky Destillerie, Hombo Spirits sind berühmter für ihre japanischen shochus und Pflaumenweine. Auch Brandy ist im Angbot, sowie Wein, die ab und an auch unter dem Namen "Mars" verkauft werden. Möglicherweise wird in Shinshu auch Bier gebraut. Die Verbindung der Minami Shinshu brewing company und Hombo Spirits ist allerdings nicht ganz klar. Der whisky reift hier in sherry, brandy und bourbon casks. Es sollen 2008 noch ungefähr 500 casks in den warehouses gelegen haben. In Shinshu gibt es einen shop, einen brewery pub, einen Kräutergarten und ein Restaurant. Shinshu wurde 1985 eröffnet. Ihre Hauptwhiskymarke ist "Komagatake" ("Pony Berg"). Klingt bekannt? "Kai-komagatake" ist der Name des Berges von dem die Suntory distillery Hakushu ihr Wasser bezieht. Da es aber dutzende Pony Berge in Japan gibt, ist der "Komagatake" auf den sich das bezieht ein anderer Gipfel in den Kiso mountains. Vor 1985 kamen die whiskies von Hombo aus Kagoshima auf der südlichen Insel Kyushu, wo die whisky Produktion 1953 begann. Aus diesen Zeiten gibt es hin und wieder noch einen "Satsuma" single malt der in Kyushu gebrannt wurde. Hombo erzählt übrigens eine ganz eigene Version des "Schöpfungsmythos" des japanischen whisky durch Masataka Taketsuru. Hier wird die Rolle von Kiichiro Iwai betont, der bei der Entsendung von Masataka nach Schottland beteiligt war und dem er nach der Rückkehr Bericht erstattet haben soll. Iwai wiederum war an der Gründung von Hombo's whisky Operationen beteiligt, begonnen in der Kagoshima distillery, die heute aber nur noch Shochu macht. Obwohl Shinshu seit 1992 silent ist, hatte Makoto Kawaida von Hombo's Geschäftsleitung im Juli 2010 bestätigt, daß sie renoviert werden soll. Die Destillation soll 2011 wieder beginnen. Das ist plausibel denn die whisky Verkäufe innerhalb Japans zeigen zum ersten Mal seit 23 Jahren ein konstant ansteigendes Wachstum. In diesem Klima kann auch ein mittelgroßer Produzent wie Hombo mit guten Chancen wieder einsteigen und den Giganten Nikka und Suntory. Konkurrenz machen. Die grain whiskies für die Mars blended whiskies wurden importiert.
Japanischer whisky wird dort häufig in 720ml Flaschen verkauft. Das entspricht 4 gō - ein gō sind 180ml, die Größe der kleinen Holzkisten, aus denen Sake getrunken wird und mit denen Reis in früheren zeiten agbemessen wurde. Zehn gō wiederum sind ein shō, oder 1.8 ltr. die Größe der oft in japanischen Restaurants zu beobachtenden enormen Sake Flaschen.
Kunden, welche diesen Artikel kauften, haben auch folgende Artikel gekauft: