Charakteristik: Leichte Säure und eine Spur erdiger Kirsch- und Beerenduft. Recht saftige, jugendliche Frucht im Mund, sehr feines Tannin, ein gewisser Schmelz und gezügelte Kraft, gute Nachhaltigkeit, harmonisch, guter Nachklang.
Empfehlung: Zu gegrilltem und gebratenem Fleisch. Zu Pasta mit dunklen, kräftigen Saucen.
Herkunft: Auch wenn das Familienweingut Copaboca bereits in der dritten Generation Wein anbaut, so vermarktet es sich selbst erst seit 2006. Die heute von Felipe Alfonso und seinem Weinmacher Juan Carlos Ayala geführte Kellerei besitzt derzeit 120ha eigene Weinberge in der D.O. Rueda und der D.O. Toro . In beiden Regionen herrscht ein kontinentales Klima, die Rebstöcke wachsen dort vornehmlich auf einem kieshaltigen Untergrund mit kalkhaltigen Schwemmböden. Das Weingut Copaboca hat seinen Sitz in Valladolid in der spanischen Weinbauregion Castilla-Leon. Es befindet sich in Familienbesitz und wird seit drei Generationen als Weingut bewirtschaftet. Die Weinkellerei besitzt 120ha Rebfläche in der D.O. Rueda und in der D.O. Toro im großen Weinbaubereich Castilla-Leon. Die D.O. Toro ist eines der spanischen Anbaugebiete entlang des Flusses Duero. Die bekannteren sind vielleicht Ribera del Duero, Cigales und Rueda. Wir sind in dem Teil Kastiliens, welcher in den vergangenen 30 Jahren eine Renaissence seines Weinbaues erlebt hat. Ein zurück zu den Wurzeln hat verschollene Qualitäten wieder aufleben lassen. Das Weinbaugebiet Toro ist nach der gleichnamigen Kleinstadt benannt. Hier in Kastilien herrscht das trockene kontinentale Klima und man spürt etwas den Aatlantik mit seinem den Weinbau begünstigenden Einfluß. Ohne ihn wäre der Weinbau hier sehr schwer. Mit trockenen und heißen Sommern, dafür ziemlich langem Winter, den ma als hart und ebenfalls trocken bezeichnen kann. Der Boden hier ist geeignet für Weinbau, allerdings sehr sandhaltig, daher locker und durchlässig. Sie sind Teils kalkhaltig, dfür in den besten Lagen mit eine ziemlich hohen Eisengehalt versehen. An Niederschlägen fallen hier ca. 350-400mm. jährlich. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen liegen bei 12-13°C und schwanken von -11 bis + 37°C und es gibt bis zu 3000 Sonnenstunden. Diese klimatischen Bedingungen verlangen den Trauben einiges ab, geben ihnen aber auch eine außergewöhnliche Qualität, die sich dann im Glas wieder finden läßt. Hier gedeiht die Tinta de Toro, eine nahe Verwandte des Tempranillo. Unter den fast extrem zu nennenden Bedingungen hat sie sich im Laufe ihre Anbaugeschichte zu einer sehr eigenständigen Sorte entwickelt. Ihre Beeren sind nur von mittlerer Größe, mit dickerer Haut als der bekanntere Tempranillo. Sie ist reif blauschwarz und bildet bei voller Reife sehr hohe Extrakt- und Tanninanteile aus. Die Weine haben dann auch kräftige Aromen nach Beeren und Früchten des Waldes und Noten von reifen Kirschen. Ihr Säuregehalt ist dafür niedriger als beim Tempranillo. Für die Denominación de Origen Toro gibt es ein rigoroses Statut, das schon per se eine Verpflichtung zur Qualität ist und eine rigorose Einhaltung der geltenden Vorschriften nach sich zieht. Das Statut deckt die Weinbereitungsaspekte von der Einrichtung der Weinberge, über die Anbaupraxis bis hin zur Reifung und am Schluß die Abfüllung auf Flaschen ab und gibt für sämtliche Eventualitäten detaillierte Normen vor. Alles um ein geschütztesn Produkt zu erhalten und sogar die Etikettierung, natürlich die Lese, Produktion und sogar Versands der Weine eines garantierten Ursprungs mit Zertifizierung zu garantieren. Für die Rotweine hauptsächlich aus der Tinta de Toro wird immer der notwendige Reifegrad beachtet, um jeweils den Wein zu machen, der mit Harmonie seiner geschmacklichen und aromatischen Bestandteile zu einer außergwöhnlichen Qualität führt. Wein hat in Toro eine sehr lange Tradition, die schon auf die Zeit vor den Römern zurück geht. Nach der Reconquista war er geschätzt und mit königlichen Privilegien versehen. Im 19. Jahrhundert fand er einen überraschenden neuen Markt in Frankreich, wohin er in großen Mengen exportiert wurde, weil dort den wegen der Reblauskatastrophe kaum Wein zu finden war. Mit der Dürreperiode von 1945 bis 1949 und der Gründung des „Nationalen Weizendienstes“ begann überall in Spanien ein starker Rückgang der Rebfläche zugunsten des Getreideanbaus und damit ein Niedergang des kastilischen Weinbaus und der Weine aus Toro. In den 1970er Jahren begannen einige Genossenschaften an die große Vergangenheit anzuschließen und Qualitätsweine zu keltern. 1985 gelang Toro mit der Ernennung zur „Denominación Específica“ der erste Schritt zur Anerkennung als Qualitätsweingebiet. Aber erst in den 1970er Jahren im 20. Jahrhundert entwickelten sich die Anfänger der Denominación de Origen Toro. Diese entstand sogar erst im Mai 1987. Ihr Kontrollorgan regelt und erhält die Qualität der Denominación de Origen Toro für 40 Weinkellereien. Die ersten Erzeuger überragender Weine aus Toto waren Vega de Toro mit ihrem "Numanthia" und Mauro unter Mariano Garcia mit dem Wein "Viña San Roman". Vega de Toro gelang mit dem "Termanthia" ein Meilenstein und brachte Toro international auf die Weinkarte. Mit diesen Weinen wurde das Potential Toros eindrucksvoll in Szene gesetzt. Aber auch an den Ränderndes Gebietes gibt es Qualität, etwa den bekannten "Dehesa La Granja" von Alejandro Fernández oder den "Pintia" von Vega Sicilia.
Ausbau: Die gelesenen Trauben werden in Gärbehälter umgefüllt, wo sie auf der Beerenhaut über einen gewissen Zeitraum fermentieren. Dieser zeitraum wird bestimmt von der Art des Weines, der entstehen soll. Junge Weine, die die Frische betonen sollen haben eine kürzere Gärzeit. Weine, die in Eichenfässern aus Bordeaux reifen sollen bekommen eine längere Mazeration zugestanden. Das Klima läßt die Tinta de Toro früh reifen, was es ermöglicht, auch Weine mit System der Kohlensäuremaischung, die mit den Rispen vergoren werden, zu machen. Es entstehen eher frische, aromatische Weine, die schon ab dem November des Lese-Jahres verkauft werden können.
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